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SEO · 11 Min. Lesezeit

Strukturierte Daten 2026: Was lokale Betriebe für Google und KI wirklich brauchen

Joachim Schmitt, Gründer von rankPilot Joachim SchmittGründer rankPilot
Veröffentlicht:

Strukturierte Daten sind ein unsichtbarer Code-Block auf deiner Website, der Google, Bing und KI-Systemen eindeutig sagt, wer du bist, wo du arbeitest und wann du erreichbar bist. Für lokale Betriebe reicht meist ein sauberes LocalBusiness-Markup plus Leistungen und Breadcrumbs. Spezielles „KI-Schema“ brauchst du laut Google nicht, aber eindeutige Fakten helfen jeder Maschine, die über dich Auskunft geben soll.

In diesem Guide bekommst du die ehrliche Version: welche Schema-Typen ein Handwerker, eine Praxis oder ein Restaurant wirklich braucht, ein vollständiges JSON-LD-Beispiel zum Anpassen, was sich 2026 bei den FAQ-Ergebnissen geändert hat und wie du typische Fehler vermeidest. Ohne Versprechen, dass ein Code-Block dich auf Platz 1 bringt.

+82 %

Klickrate bei Nestlé mit Rich Results (Google-Fallstudie)

+25 %

Klickrate bei Rotten Tomatoes mit strukturierten Daten

7. Mai 2026

Ende der FAQ-Rich-Results in der Google-Suche

Die beiden Klickraten stammen aus den Fallstudien, die Google selbst in seiner Einführung zu strukturierten Daten nennt. Es sind große Marken, keine Garantie für deinen Betrieb. Sie zeigen aber, warum sich der Aufwand von einer Stunde lohnen kann.

Was sind strukturierte Daten, einfach erklärt?

Kurzantwort: Strukturierte Daten sind Informationen in einer festen, maschinenlesbaren Form. Statt dass Google aus dem Satz „Wir sind montags bis freitags ab halb acht für Sie da“ die Öffnungszeiten erraten muss, steht im Code eindeutig: Montag bis Freitag, 07:30 bis 17:00. Das Vokabular dafür heißt schema.org, das empfohlene Format JSON-LD. Besucher sehen davon nichts.

Stell dir deine Website als Brief vor. Der Text ist für Menschen geschrieben. Die strukturierten Daten sind das ausgefüllte Formular im Umschlag, auf dem jede Angabe in ihrem eigenen Feld steht: Name, Straße, Telefon, Leistung. Eine Maschine muss nicht interpretieren, sie liest ab. Mehr zum Begriff im Glossar: Schema.org.

JSON-LD, Microdata, RDFa: welches Format?

Es gibt drei Schreibweisen. Google empfiehlt JSON-LD, weil der Code als eigener Block im Seitenkopf steht und nicht mit deinem sichtbaren Text verwoben ist. Das macht ihn leicht zu pflegen, auch in WordPress, Jimdo oder einem Baukasten. Microdata und RDFa funktionieren auch, sind aber fehleranfälliger. Für kleine Betriebe gilt: nimm JSON-LD.

Was strukturierte Daten nicht sind

Sie sind kein Rankingbooster und kein Ersatz für Inhalte. Google sagt selbst, dass gültiges Markup keine Garantie für besondere Darstellungen in den Suchergebnissen ist. Und: Was im Code steht, muss auch sichtbar auf der Seite stehen. Wer im Markup Leistungen oder Bewertungen behauptet, die Besucher nicht sehen, riskiert eine manuelle Maßnahme.

Brauchen KI-Suchen spezielles Schema Markup?

Kurzantwort: Nein, jedenfalls nicht bei Google. In der offiziellen Doku zu KI-Funktionen steht sinngemäß, dass du weder neue maschinenlesbare Dateien noch KI-Textdateien noch spezielles schema.org-Markup brauchst, um in AI Overviews oder im KI-Modus zu erscheinen. Es gelten die normalen SEO-Grundlagen. Strukturierte Daten bleiben trotzdem nützlich, weil sie deine Fakten eindeutig machen.

Die Quelle lohnt einen Blick: Google Search Central zu KI-Funktionen. Dort empfiehlt Google unter anderem, dass deine strukturierten Daten zum sichtbaren Text passen und dass deine Angaben im Google Business Profil aktuell sind. Mehr dazu, wie der KI-Modus Antworten zusammenbaut, liest du im Guide Google KI-Suche 2026.

Und bei ChatGPT, Copilot und Perplexity?

Hier ist die Lage weniger klar dokumentiert. Fabrice Canel von Microsoft Bing hat im März 2025 auf der SMX München bestätigt, dass Schema Markup den Sprachmodellen von Microsoft hilft, Inhalte zu verstehen. Das ist relevant, weil Copilot auf Bing aufsetzt und auch andere Assistenten Suchindizes nutzen. Von OpenAI oder Perplexity gibt es keine vergleichbare offizielle Aussage. Viele Agentur-Artikel nennen Faktoren wie „2,5-mal mehr Zitierungen mit Schema“, ohne saubere Studie dahinter. Sei bei solchen Zahlen skeptisch.

Die realistische Sicht: Strukturierte Daten sind eine Zutat für GEO, nicht das Rezept. Eine KI nennt dich, wenn deine Fakten überall gleich sind, wenn Bewertungen und Erwähnungen für dich sprechen und wenn deine Seiten Fragen klar beantworten. Das Markup sorgt dafür, dass bei den Fakten nichts falsch verstanden wird.

SURI Tipp

Bevor du Code schreibst, lege eine Stammdaten-Liste an: Name, Adresse, Telefon, Öffnungszeiten, Einsatzgebiet, Hauptleistungen. Genau so, wie sie im Google-Profil stehen. Diese Liste kopierst du ins Markup, auf die Kontaktseite und in alle Verzeichnisse. Die meisten Schema-Fehler sind in Wahrheit Widersprüche in den Stammdaten.

Welche Schema-Typen braucht ein lokaler Betrieb?

Kurzantwort: Für die meisten lokalen Betriebe reichen vier Bausteine: eine passende LocalBusiness-Unterart für den Betrieb, Service für die wichtigsten Leistungen, BreadcrumbList für die Seitenstruktur und optional FAQPage auf Seiten mit echten Fragen und Antworten. Organization brauchst du extra nur, wenn du eine Dachmarke mit mehreren Standorten hast. Bewertungs-Markup für dich selbst lässt du weg.

Schema-Typ Wofür Wo einbauen Priorität
LocalBusiness bzw. Unterart Name, Adresse, Telefon, Zeiten, Gebiet Startseite oder Kontaktseite Pflicht
Service Einzelne Leistungen eindeutig benennen Je Leistungsseite Empfohlen
BreadcrumbList Seitenhierarchie zeigen Alle Unterseiten Empfohlen
Organization Dachmarke, Logo, Social-Profile Startseite bei mehreren Standorten Nur bei Bedarf
FAQPage Sichtbare Fragen und Antworten Seiten mit echtem FAQ-Bereich Optional
Review / AggregateRating Eigene Bewertungen als Sterne Nicht für den eigenen Betrieb Weglassen

LocalBusiness: immer die genaueste Unterart

Google empfiehlt in der LocalBusiness-Dokumentation, die spezifischste Unterart zu nehmen. Pflicht sind dort nur name und address. Empfohlen sind unter anderem telephone, url, geo mit mindestens fünf Nachkommastellen, openingHoursSpecification und priceRange. Typische Unterarten für lokale Betriebe:

  • Handwerk: Plumber (Sanitär), HVACBusiness (Heizung, Klima), Electrician, RoofingContractor, HousePainter, GeneralContractor.
  • Gesundheit: Dentist, Physician, Optician, MedicalClinic.
  • Auto: AutoRepair, AutoDealer.
  • Gastronomie und Hotel: Restaurant, Cafe, Hotel. Hier lohnen zusätzlich menu und servesCuisine.
  • Beratung: AccountingService (Steuerberatung), LegalService, RealEstateAgent.
  • Sonstige: HairSalon, HealthClub (Fitnessstudio), DaySpa.

Passt mehr als ein Typ, darfst du mehrere angeben, zum Beispiel ["Plumber", "HVACBusiness"]. Übertreib es nicht: Der Typ sollte zu deiner Hauptkategorie im Google Business Profil passen.

openingHoursSpecification: Öffnungszeiten ohne Rätselraten

Öffnungszeiten sind eine der häufigsten Fragen an KI-Assistenten („Hat heute noch ein Zahnarzt in [Stadt] offen?“). Im Markup gibst du sie pro Tagesgruppe an. Ein paar Regeln aus der Google-Doku: Durchgehend geöffnet heißt opens 00:00 und closes 23:59. Ganztägig geschlossen schreibst du als opens 00:00 und closes 00:00. Betriebsferien oder Feiertage kannst du mit validFrom und validThrough als Ausnahme hinterlegen.

areaServed: wichtig für Betriebe ohne Laden

Wenn du zum Kunden fährst, ist dein Einsatzgebiet wichtiger als deine Adresse. Mit areaServed nennst du Städte, Stadtteile oder Landkreise. Das passt zu dem, was du im Profil als Servicegebiet hinterlegst. Wichtig für alle Betriebe ohne Kundenverkehr vor Ort.

sameAs: die Verbindung zu deinen Profilen

Mit sameAs verlinkst du deine offiziellen Profile: Google Maps, Facebook, Instagram, LinkedIn, Branchenportale, Wikipedia falls vorhanden. So erkennen Maschinen, dass der Eintrag auf Jameda, das Instagram-Profil und deine Website dasselbe Unternehmen sind. Genau dieses Verknüpfen von Fakten zu einer „Entität“ ist der Punkt, an dem strukturierte Daten für KI-Systeme interessant werden. Voraussetzung: Name, Adresse und Telefon stimmen überall überein, siehe NAP-Konsistenz.

Service: Leistungen einzeln benennen

Für Google gibt es kein eigenes Rich Result für Service. Trotzdem lohnt das Markup auf Leistungsseiten, weil es klar macht: Dieser Betrieb bietet Badsanierung in [Stadt] an. Verknüpfe den Service über provider mit deinem Betrieb. Wichtig ist, dass jede Leistung eine eigene Seite hat. Wie du das aufbaust, steht in Lokale SEO-Website-Struktur.

BreadcrumbList: Ordnung für Unterseiten

Seit Januar 2025 zeigt Google Breadcrumbs in mobilen Suchergebnissen nicht mehr an, nur noch den Websitenamen. Auf dem Desktop sind sie weiter sichtbar. Das Markup bleibt sinnvoll, weil es die Hierarchie deiner Seiten eindeutig beschreibt: Start, Leistungen, Badsanierung. Der Aufwand ist gering, viele Systeme erzeugen es automatisch.

Bewertungen: die Regel, die fast alle brechen

Viele Webdesigner bauen noch immer ein AggregateRating mit deinen Google-Sternen ins LocalBusiness-Markup ein. Google stuft das als selbst kontrollierte Bewertungen ein: Seiten mit LocalBusiness- oder Organization-Markup sind für Sterne nicht berechtigt, wenn der Betrieb die Bewertungen über sich selbst einbindet. Das gilt auch für eingebettete Widgets. Im besten Fall passiert nichts, im schlechtesten gibt es eine manuelle Maßnahme. Investiere die Zeit lieber in echte Google-Bewertungen.

FAQ Schema 2026: Was sich geändert hat

Kurzantwort: Google hat die aufklappbaren FAQ-Ergebnisse eingestellt. Seit dem 7. Mai 2026 erscheinen sie nicht mehr in der Suche, im Juni 2026 hat Google die zugehörige Dokumentation entfernt. Schon seit 2023 bekamen nur noch bekannte Behörden- und Gesundheitsseiten diese Darstellung. FAQPage ist aber weiter gültiges schema.org und schadet nicht. Der eigentliche Wert liegt im sichtbaren FAQ-Text.

Viele deutsche Ratgeber versprechen noch „mehr Platz in den Suchergebnissen durch FAQ Schema“. Das ist überholt. Was bleibt: Eine gut geschriebene Frage mit einer direkten Antwort in 40 bis 80 Wörtern ist genau die Textstelle, die KI-Systeme gern übernehmen. Ob das FAQPage-Markup dabei zusätzlich hilft, ist nicht offiziell belegt. Bing und andere Crawler lesen es jedenfalls weiterhin.

Praktische Empfehlung: Bestehendes FAQPage-Markup kannst du stehen lassen, wenn es zum sichtbaren Inhalt passt. Neues Markup baust du nur dort, wo eine echte FAQ steht. Mehr Energie gehört in die Antworten selbst.

JSON-LD-Beispiel: LocalBusiness für einen Sanitärbetrieb

Hier ein vollständiges Beispiel für einen Sanitärbetrieb mit Betrieb, einer Leistung und Breadcrumbs in einem Block. Die drei Teile hängen über @id zusammen: Die Leistung verweist auf den Betrieb, statt ihn zu wiederholen. Ersetze alle Beispielwerte durch deine echten Daten, und lösche, was du nicht hast.

<script type="application/ld+json">
{
  "@context": "https://schema.org",
  "@graph": [
    {
      "@type": "Plumber",
      "@id": "https://www.beispiel-sanitaer.de/#betrieb",
      "name": "Sanitär Muster GmbH",
      "url": "https://www.beispiel-sanitaer.de/",
      "logo": "https://www.beispiel-sanitaer.de/logo.png",
      "image": "https://www.beispiel-sanitaer.de/team.jpg",
      "telephone": "+49 221 1234567",
      "email": "info@beispiel-sanitaer.de",
      "priceRange": "€€",
      "address": {
        "@type": "PostalAddress",
        "streetAddress": "Musterstraße 12",
        "postalCode": "50667",
        "addressLocality": "[Stadt]",
        "addressCountry": "DE"
      },
      "geo": {
        "@type": "GeoCoordinates",
        "latitude": 50.93800,
        "longitude": 6.95990
      },
      "openingHoursSpecification": [
        {
          "@type": "OpeningHoursSpecification",
          "dayOfWeek": ["Monday", "Tuesday", "Wednesday", "Thursday", "Friday"],
          "opens": "07:30",
          "closes": "17:00"
        },
        {
          "@type": "OpeningHoursSpecification",
          "dayOfWeek": "Saturday",
          "opens": "09:00",
          "closes": "12:00"
        }
      ],
      "areaServed": [
        { "@type": "City", "name": "[Stadt]" },
        { "@type": "City", "name": "[Nachbarort]" }
      ],
      "sameAs": [
        "https://www.facebook.com/beispielsanitaer",
        "https://www.instagram.com/beispielsanitaer",
        "https://www.google.com/maps?cid=1234567890"
      ]
    },
    {
      "@type": "Service",
      "@id": "https://www.beispiel-sanitaer.de/badsanierung/#service",
      "name": "Badsanierung",
      "serviceType": "Badsanierung",
      "description": "Komplette Badsanierung inklusive Planung, Fliesen und Sanitärinstallation.",
      "provider": { "@id": "https://www.beispiel-sanitaer.de/#betrieb" },
      "areaServed": { "@type": "City", "name": "[Stadt]" }
    },
    {
      "@type": "BreadcrumbList",
      "itemListElement": [
        { "@type": "ListItem", "position": 1, "name": "Start", "item": "https://www.beispiel-sanitaer.de/" },
        { "@type": "ListItem", "position": 2, "name": "Leistungen", "item": "https://www.beispiel-sanitaer.de/leistungen/" },
        { "@type": "ListItem", "position": 3, "name": "Badsanierung" }
      ]
    }
  ]
}
</script>

Worauf du beim Anpassen achten solltest

  • Telefon im internationalen Format mit +49, genau wie im Profil.
  • Adresse identisch mit Google-Profil und Impressum, inklusive Schreibweise von „Straße“ oder „Str.“.
  • Geo-Koordinaten mit mindestens fünf Nachkommastellen. Du findest sie in Google Maps per Rechtsklick auf deinen Standort.
  • sameAs nur mit echten Profilen, die du kontrollierst und die aktiv sind.
  • Leistungsseiten bekommen jeweils ihren eigenen Service-Block, nicht alles auf der Startseite.
  • Mehrere Standorte: Jeder Standort bekommt eine eigene Seite mit eigenem LocalBusiness-Block.

Wie testest du strukturierte Daten?

Kurzantwort: Mit dem Rich Results Test von Google und dem Schema Markup Validator auf validator.schema.org. Der erste prüft, ob Google deine Seite für seine Funktionen wie Unternehmensdaten und Breadcrumbs akzeptiert. Der zweite prüft alle schema.org-Typen, auch Service. Nach dem Livegang zeigt die URL-Prüfung in der Search Console, ob Google das Markup gefunden hat.

So gehst du vor

  1. URL deiner Seite im Rich Results Test eingeben. Gelbe Hinweise sind Empfehlungen, rote Fehler musst du beheben.
  2. Dieselbe URL im Schema Markup Validator prüfen. Hier siehst du alle Typen inklusive Service und FAQPage.
  3. In der Search Console die URL-Prüfung starten und „Live-URL testen“ wählen.
  4. Ein paar Wochen später die Berichte unter „Verbesserungen“ ansehen, falls Google dort Probleme meldet.

Erwarte im Rich Results Test keine FAQ-Ergebnisse mehr, die Funktion gibt es ja nicht mehr. Dass der Validator dein FAQPage-Markup trotzdem als gültig anzeigt, ist normal.

Die typischen Fehler

  • Widersprüchliche Daten: Im Markup steht eine alte Telefonnummer oder die Öffnungszeiten vom letzten Jahr.
  • Unsichtbare Inhalte: Markup beschreibt Leistungen oder FAQ, die auf der Seite gar nicht stehen.
  • Eigene Sterne: AggregateRating mit den eigenen Google-Bewertungen, siehe oben.
  • Doppeltes Markup: Theme, SEO-Plugin und ein zweites Plugin erzeugen je einen LocalBusiness-Block mit unterschiedlichen Daten.
  • Zu allgemeiner Typ: „Organization“ statt „Dentist“, obwohl es eine passende Unterart gibt.
  • Syntaxfehler: Ein fehlendes Komma oder falsche Anführungszeichen aus Word machen den ganzen Block ungültig.
  • Einsatzgebiet vergessen: Ein Handwerker ohne areaServed sagt Maschinen nur, wo das Büro ist, nicht wohin er fährt.
SURI Tipp

Nutzt du WordPress mit einem SEO-Plugin, schau im Quelltext nach „application/ld+json“. Findest du zwei LocalBusiness-Blöcke, deaktiviere einen. Und wenn du Öffnungszeiten änderst, ändere sie am selben Tag im Google-Profil, auf der Kontaktseite und im Markup. rankPilot gleicht Name, Adresse und Telefon wöchentlich mit deinen Profilen und Verzeichnissen ab, damit solche Abweichungen auffallen.

Was bringen strukturierte Daten wirklich für KI-Sichtbarkeit?

Kurzantwort: Sie sind ein Baustein für Eindeutigkeit, kein Hebel für sich allein. Ob ChatGPT, Gemini oder der Google KI-Modus dich empfehlen, hängt vor allem davon ab, wie vollständig dein Google-Profil ist, was Bewertungen und andere Seiten über dich sagen und ob deine Website Kundenfragen klar beantwortet. Strukturierte Daten sorgen dafür, dass deine Fakten dabei nicht falsch gelesen werden.

Eine sinnvolle Reihenfolge für einen kleinen Betrieb:

  1. Google Business Profil vollständig und aktuell, siehe Lokale SEO.
  2. Name, Adresse, Telefon überall gleich, auch bei Bing, Apple und Branchenportalen.
  3. Je Leistung eine Seite mit klaren Antworten auf Kundenfragen.
  4. LocalBusiness-Markup, Service und Breadcrumbs wie oben.
  5. Regelmäßig prüfen, ob KI-Assistenten dich nennen, zum Beispiel mit dem Vorgehen aus KI-Sichtbarkeit prüfen.

Wer nur Punkt 4 erledigt, hat sauberen Code, aber wenig, was eine KI empfehlen könnte. Wer Punkt 1 bis 3 gut macht und Punkt 4 ergänzt, gibt Maschinen die beste Chance, die richtigen Fakten über ihn zu verbreiten. Ob es bei dir schon klappt, zeigt der kostenlose Check: Er misst deine Sichtbarkeit bei Google, in Google Maps und in KI-Antworten.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Strukturierte Daten machen deine Fakten maschinenlesbar, das Format der Wahl ist JSON-LD
  • Google verlangt kein spezielles Markup für AI Overviews oder den KI-Modus
  • Pflichtprogramm: genaueste LocalBusiness-Unterart mit Öffnungszeiten, areaServed und sameAs
  • FAQ-Rich-Results sind seit 7. Mai 2026 Geschichte, sichtbare FAQ-Antworten bleiben wertvoll
  • Keine eigenen Sterne ins Markup, keine Daten, die nicht sichtbar auf der Seite stehen
  • Immer mit Rich Results Test und Schema Markup Validator prüfen

Fazit

Strukturierte Daten sind 2026 kein Geheimtrick für KI, sondern solides Handwerk. Ein sauberer LocalBusiness-Block mit der richtigen Unterart, echten Öffnungszeiten, Einsatzgebiet und Profil-Links ist in einer Stunde gebaut und sorgt dafür, dass Google, Bing und KI-Assistenten deine Fakten eindeutig lesen. Die FAQ-Sterne in der Suche sind weg, gute Antworten auf deiner Seite bleiben wertvoll. Entscheidend ist, dass Markup, Website und Google-Profil dasselbe sagen. Dann hat jede Maschine, die über deinen Betrieb Auskunft gibt, die richtigen Daten in der Hand.

Häufige Fragen

Was sind strukturierte Daten einfach erklärt?

Strukturierte Daten sind ein kleiner, unsichtbarer Code-Block auf deiner Website, der Suchmaschinen in fester Form sagt, wer du bist: Name, Adresse, Telefon, Öffnungszeiten, Leistungen. Menschen sehen ihn nicht, Google, Bing und KI-Systeme können ihn eindeutig auslesen. Das übliche Format heißt JSON-LD und nutzt das Vokabular von schema.org.

Brauche ich spezielles Schema Markup für ChatGPT oder Googles KI-Suche?

Nein. Google schreibt in seiner Doku zu KI-Funktionen ausdrücklich, dass kein spezielles schema.org-Markup und keine KI-Textdateien nötig sind, um in AI Overviews oder im KI-Modus zu erscheinen. Sauberes LocalBusiness-Markup hilft trotzdem, weil es deine Fakten eindeutig macht. Microsoft hat 2025 öffentlich bestätigt, dass Schema seinen Sprachmodellen beim Verstehen von Inhalten hilft.

Lohnt sich FAQ Schema 2026 noch?

Für die aufklappbaren Fragen in den Google-Ergebnissen nicht mehr: Google zeigt FAQ-Rich-Results seit dem 7. Mai 2026 nicht mehr an. Das Markup schadet aber nicht und bleibt gültiges schema.org. Wichtiger als der Code sind die sichtbaren Fragen und Antworten auf deiner Seite, denn genau diese Textstellen können KI-Systeme zitieren.

Welcher Schema-Typ passt zu meinem Betrieb?

Nimm die genaueste Unterart von LocalBusiness, die es gibt, zum Beispiel Plumber für Sanitär, Electrician für Elektriker, Dentist für Zahnarztpraxen, AutoRepair für Werkstätten oder Restaurant für Gastronomie. Gibt es keine passende Unterart, nutzt du LocalBusiness selbst. Google empfiehlt ausdrücklich den spezifischsten Typ.

Darf ich meine Google-Bewertungen als Sterne-Schema auf der eigenen Website auszeichnen?

Für Sterne in den Suchergebnissen nein. Google stuft Bewertungen, die ein Betrieb über sich selbst auf der eigenen Seite einbindet, als selbst kontrolliert ein. Seiten mit LocalBusiness- oder Organization-Markup sind dafür nicht berechtigt, auch nicht über eingebettete Widgets. Bewertungen gehören ins Google Business Profil und auf Bewertungsportale.

Wie teste ich, ob mein Schema Markup funktioniert?

Mit zwei kostenlosen Werkzeugen: Der Rich Results Test von Google zeigt, ob deine Seite für Google-Funktionen wie Unternehmensdaten oder Breadcrumbs gültig ist. Der Schema Markup Validator auf validator.schema.org prüft alle schema.org-Typen, auch solche wie Service, für die Google keine eigene Darstellung hat. Nach dem Livegang hilft die URL-Prüfung in der Search Console.

Kann ich mit strukturierten Daten mein Ranking verbessern?

Nicht direkt. Strukturierte Daten sind kein Rankingfaktor im klassischen Sinn und garantieren keine Rich Results oder KI-Nennungen. Sie machen deine Fakten eindeutig und können die Darstellung in der Suche verbessern. Google nennt Fallstudien mit deutlich höheren Klickraten, etwa 25 Prozent bei Rotten Tomatoes.

Joachim Schmitt, Gründer von rankPilot

Joachim Schmitt

Gründer

Joachim Schmitt ist Gründer von rankPilot und schreibt zu lokaler SEO, Google Business Profil, Webseiten und digitalem Marketing für mittelständische Unternehmen in Deutschland. Mehr unter Über uns.

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