Marketing · 11 Min. Lesezeit
Website erstellen lassen: Checkliste vor dem Auftrag 2026
Kurzantwort: Bevor du eine Website erstellen lassen willst, klärst du fünf Dinge: was du anbietest, wo du arbeitest, was Besucher tun sollen, welche Seiten es braucht und wer Texte, Fotos und Zugänge liefert. Mit diesen Antworten werden Angebote vergleichbar, und die Website bringt später Anfragen statt nur gut auszusehen. Diese Checkliste geht alle Punkte der Reihe nach durch.
Viele Website-Aufträge scheitern nicht am Design, sondern an einem unklaren Briefing. Was eine Website kostet und wie du Angebote vergleichst, steht im Ratgeber Website Kosten 2026.
Schreib vor dem ersten Gespräch drei Sätze auf: Was du anbietest, wo du tätig bist, was Besucher tun sollen (anrufen, Termin, Anfrage). Das spart Wochen an Hin und Her.
1. Geschäftsmodell und Ziele klären
Ohne Ziel wird jede Seite „schön, aber wirkungslos“. Kläre vor dem Auftrag:
- Branche und Leistungen: Was verkaufst du wirklich, und was sucht der Kunde bei Google?
- Region: Stadt, Einzugsgebiet, Filialen, bundesweit?
- Zielaktion: Anruf, WhatsApp, Formular, Terminbuchung?
- Zielgruppe: Privatkunden, B2B, Notfall vs. Planungsauftrag?
- Wettbewerb: Wen findest du selbst bei den wichtigsten Suchen?
Handwerksbetriebe priorisieren oft Notdienst und Einsatzgebiet, siehe Handwerker-Website. Lokale Sichtbarkeit braucht Struktur: Lokale SEO-Website.
2. Seitenstruktur skizzieren (vor dem Design)
Design folgt der Architektur, nicht umgekehrt. Eine typische KMU-Struktur:
- Startseite (Positionierung + Einstiege)
- Leistungsseiten (eine klare Intention pro Seite)
- Standort- oder Regionalseiten (ohne Kannibalisierung)
- Über uns / Vertrauen
- Kontakt / Anfrage
- optional: Blog, Referenzen, FAQ
Mehr Tiefe: Lokale SEO-Website-Struktur. Wenn die alte Seite nur „Menü + Chaos“ ist, plane lieber Neuaufbau als Flickwerk, Relaunch-Checkliste.
3. Inhalte und Zugänge sammeln
Was du idealerweise bereitstellst
- Logo (SVG/PNG), ggf. Markenfarben und Schriften
- Fotos: Team, Betrieb, Projekte (mobil tauglich)
- Texte, die bleiben sollen, und was neu muss
- Impressum- und Kontaktdaten, Öffnungszeiten
- Liste der wichtigsten Kundenfragen (FAQ-Rohstoff)
Zugänge, die den Start beschleunigen
- Domain-Registrar und DNS
- Hosting oder alter CMS-Zugang
- Google Search Console / Analytics (falls vorhanden)
- Google Business Profil (für NAP-Konsistenz)
Keine Fotos? Lieber ehrliche Betriebsschnappschüsse als generische Stockbilder. Und: Ein kurzer KI-Werbefilm kann später Hero und Social Ads stärken, gehört aber nicht zwingend in den ersten Website-Scope.
4. SEO nicht als Extra denken
Frag Anbieter nicht nur „Machst du SEO?“, sondern:
- Welche Leistungs- und Standortseiten sind geplant?
- Wie werden Titles, Headings und interne Links gesetzt?
- Wie schnell und mobil ist die Seite?
- Gibt es Schema/Local-Signale und klare CTAs?
- Beim Relaunch: 301-Redirects und URL-Mapping?
Baukasten vs. gebaute Seite: Baukasten vs. Custom. Vergleiche auch rankPilot vs. Wix und vs. Jimdo.
5. Anbieter und Angebot prüfen
Gute Zeichen: Fragen zu Leistungen und Region, klare Sitemap, Festpreis oder klarer Scope, Timeline, Go-Live-Checkliste. Schlechte Zeichen: Nur Moodboards, „wir schauen dann“, Stunden ohne Deckel, SEO als teures Add-on ohne Struktur.
Kostenrahmen verstehen: Website Kosten 2026 und /webseiten/kosten. Agenturvergleich: vs. Webagentur.
6. Briefing-Checkliste (zum Abhaken)
- ☐ Leistungen und Priorität (Top 5 Suchen)
- ☐ Orte / Einsatzgebiet
- ☐ Zielaktion und Kontaktwege
- ☐ Seitenliste / Sitemap-Entwurf
- ☐ Logo, Fotos, Texte vorhanden?
- ☐ Domain und Zugänge
- ☐ Alte URLs: behalten, redirecten, löschen?
- ☐ Deadline und Freigabeprozesse (wer entscheidet?)
- ☐ Budgetrahmen und laufende Kosten geklärt
- ☐ Was nach Go-Live inklusive ist
7. Nach dem Auftrag: so bleibst du im Fahrplan
Ein Ansprechpartner, feste Feedback-Runden, Entscheidungen in 48 Stunden. Spätes „noch drei neue Leistungen“ ist Scope-Änderung, fair, aber transparent. Plane Inhalte parallel zum Design, nicht danach.
8. Rechtliches und Tracking nicht vergessen
Impressum, Datenschutz, Cookie-Hinweis, Einwilligungen wo nötig: gehören in den Scope, nicht als Überraschung am Go-Live-Tag. Ebenso Analytics oder Tag Manager, sonst startest du blind.
- Wer liefert Datenschutztexte?
- Welche Tools werden eingebunden (Maps, Chat, Video)?
- Wie werden Formular-Daten verarbeitet und wohin gesendet?
9. Typische Briefing-Fehler
„Machen Sie es wie Konkurrent X“
Als Inspiration ok. Als Spezifikation gefährlich. Du brauchst deine Leistungen, deine Orte, deine Conversion, nicht eine Kopie mit anderem Logo.
Design vor Sitemap
Schöne Mockups ohne Seitenliste führen zu Nachträgen. Erst Architektur, dann Look. Das gilt besonders bei Local SEO: Struktur-Leitfaden.
Alles auf die Startseite
Eine überladene Home ersetzt keine Leistungsseiten. Suchintention braucht Tiefe. Sonst rankt und konvertiert nichts Relevantes.
Kein Entscheider
Wenn fünf Personen Feedback geben und niemand final sagt, verdoppelt sich die Laufzeit. Benenne eine Person mit Vetorecht.
10. Vom Briefing zum Festangebot
Mit klarer Checkliste kannst du Angebote vergleichen: Seitenliste, Texte, SEO-Struktur, Relaunch-Umfang, Pflege. Orientierung zu Preisen: Website Kosten 2026 und /webseiten/kosten. Agentur vs. klarer Bau: vs. Webagentur.
Alte Site ablösen: Relaunch und Relaunch-Checkliste. Baukasten-Zweifel: Baukasten vs. Custom.
Schick mit der Anfrage eine Stichpunkt-Sitemap und deine Top-5-Suchen. Du bekommst schnellere, bessere Angebote, und weniger Nachverhandlung.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ziel, Leistungen und Region vor dem Design klären
- Sitemap vor Moodboard
- Zugänge und Inhalte beschleunigen den Start
- Local SEO = Struktur, nicht nur Keywords
- Festes Angebot mit Seitenliste verlangen
Häufige Fragen
Was muss ich vor dem Auftrag klären?
Branche, Leistungen, Region/Zielorte, Zielaktion (Anruf, Termin, Formular), bestehende Domain und was von der alten Seite bleiben soll. Ohne das bleibt jedes Angebot eine grobe Schätzung.
Welche Unterlagen sollte ich bereithalten?
Logo, Farben falls vorhanden, Fotos, Impressum-Daten, Zugänge zu Domain/Hosting/CMS der alten Seite und Texte, die übernommen werden sollen.
Wie erkenne ich einen guten Anbieter?
Er fragt nach Suchintention und Struktur, nicht nur nach Design. Er liefert Scope und Preis vor dem Bau. Er spricht Redirects, Mobile und Conversion an.
Ist SEO ein Extra?
Bei lokalen Unternehmen gehört Struktur (Leistungs- und Standortseiten) in den Kern, nicht als teures Add-on. Design ohne Architektur bringt selten Anfragen.
Brauche ich die rankPilot-App dazu?
Nein. Die Website ist eine eigene Leistung. Optional lässt sie sich später anbinden.
Was ist der nächste Schritt?
Checkliste durchgehen, dann kurz unter /webseiten#anfrage beschreiben. Danach bekommst du ein festes Angebot statt einer Abrechnung nach Stunden.
Eine Website, die zu deinem Betrieb passt?
Ein kurzes Gespräch, danach bekommst du ein festes Angebot. Kostenlos und unverbindlich.
Website anfragenJoachim Schmitt
Joachim Schmitt ist Gründer von rankPilot und schreibt zu lokaler SEO, Google Business Profil, Webseiten und digitalem Marketing für mittelständische Unternehmen in Deutschland. Mehr auf der Autorenseite.